„We will try our best“. WM-Auslosung in Kapstadt
A, B, C, D … die Gruppen sind gelost, der Spielplan ist gefüllt. Wir berichten aus Südafrika von der Stimmung draußen auf den Straßen von Kapstadt und schauen, wie die südafrikanischen Fans auf der Fan Mile die Auslosung für Bafana Bafana aufnahmen.
„We can’t wait“ (Wir können es kaum erwarten) hat ein Sponsor der WM 2010 auf seine Werbebanner und Fahnen drucken lassen. Kapstadt und Millionen Fußballfans in aller Welt fieberten mit Spannung der Auslosung der Gruppen entgegen. Ab 12 Uhr hatten sich die ersten Fans auf der Long Street, der „Fan Mile“ im Herzen Kapstadts, versammelt. Bei hochsommerlichem Wetter mit strahlend blauem Himmel kannte die Begeisterung keine Grenzen. Mit der Auslosung fiel für viele Südafrikaner nun endlich der Startschuss zur WM 2010. Im Vorfeld hatten sich einige Fußballgrößen und -pensionäre in Kapstadt die Ehre gegeben. David Beckham und Ruud Gullit waren in den Townships und Vororten von Kapstadt aufgetaucht, wo sie Kids trainierten und so ein Zeichen setzten, dass dies die WM aller Südafrikaner sein soll. Wer sich auf der Fan Mile einfand, konnte das nur bestätigen: Die Rainbow Nation war gekommen, um zu feiern.
Gegen 18 Uhr bildeten sich kleine Fanblocks, von denen der südafrikanische den meisten Pfeffer im Hintern hatte. Es wurde so ausgelassen getanzt, als ob Südafrika es schon in die nächste Runde geschafft hätte. Ausgelassen waren auch die Holländer, deren Oranje-Trikots nicht zu übersehen waren. Hier und dort waren auch Gruppen deutscher Fans unterwegs, denen man schon von Weiten ansah, wie sehr sie diesem Augenblick entgegengefiebert hatten.
Es knisterte vor Spannung, als der erste Gegner Südafrikas in der Gruppe A gezogen wurde, denn für Bafana Bafana und seine Anhänger kam nun die Stunde der Wahrheit. In seinen letzten Vorbereitungsspielen hatte das Team nicht an die Leistungen vom Confed Cup anknüpfen können. Mexiko war schon ein schwerer Brocken, und als dann Uruguay und Frankreich als weitere Gegner feststanden, merkte man den Fans an, dass die Euphorie des Nachmittags einen Dämpfer erhalten hatte. Die Chancen ihres Teams, die zweite Runde zu erreichen, schätzten viele nun als nicht gerade gut ein. Statt wie am Nachmittag ausgelassen zu tanzen, schlugen viele südafrikanische Fans zu den Fanfaren der Vuvuzelas den Weg nach Hause ein. „We will try our best, we will succeed,“ erklärte einer von ihnen optimistisch. Wir werden unser Bestes geben, wir werden weiterkommen. Dafür viel Glück, good luck South Africa.

















